Liebe Montessori-Community
Diesen Monat widmen wir uns unseren jüngsten Mitmenschen – Kindern zwischen 0 und 3 Jahren. Natürlich stehen in dieser Altersgruppe weder das Lesen noch das Schreiben im Vordergrund. Und doch legen wir einen wichtigen Grundstein für das Interesse der Kinder an Büchern. Und an der Entdeckung der Welt ausserhalb ihren eigenen vier Wänden. Jessica Scrimes, AMI-Pädagogin 0-3 und 3-6, mit in die Bücherwelt für die Kleinsten.
Das Kind im Alter von 0 bis 3 Jahren ist sehr interessiert an Sprache. Es beobachtet unseren Mund genau und hört aufmerksam zu, wie wir sprechen. Bücher sind eine Möglichkeit, Sprache und gemeinsame Zeit mit unserem Kind zu teilen. Manche Kinder sind viel mehr interessiert als andere, aber wir sollten dranbleiben und auch das Vorlesen vorleben – sie müssen sehen, dass wir gerne Bücher lesen. Das wird die Liebe zu Büchern und zum Lesen fördern.
Wenn wir Bücher lesen, können wir die Geschichte direkt durchlesen. Es ist jedoch interessanter und ansprechender, wenn wir auf die Bilder zeigen, über das Gesehene sprechen, es mit unseren eigenen Erfahrungen verbinden und das Kind einladen, mit uns ein Gespräch zu führen. Auch wenn das Kind noch nicht spricht, können wir trotzdem Spiele spielen und Fragen zu den Bildern und dem Buch stellen.
Du wirst auch feststellen, dass dein Baby oder Kleinkind Bücher auswählt und zu dir bringt – sie lieben es, die gleichen Bücher immer wieder zu lesen. Wähle also Bücher aus, die dir ebenfalls gefallen, denn du wirst sie lange Zeit immer wieder lesen!
Auswahl von Kinderbüchern
Das Kind im Alter von 0 bis 3 Jahren braucht Bücher, die sich mit dem beschäftigen, was real ist und mit seinen Alltagserfahrungen zu tun hat. Stelle die Bücher so aus, dass dein Kind das Cover sehen und erkennen kann – so ist es wahrscheinlicher, dass es ein Buch bewusst auswählt. Du brauchst nicht viele Bücher – 5 bis 10 Lieblingsbücher sind für ein Kleinkind ausreichend. Verstaue die restlichen Bücher und tausche alle paar Wochen ein oder zwei aus, um neues Interesse zu wecken. Das hilft dem Kind, eine bewusste Entscheidung darüber zu treffen, was es lesen möchte, ohne überfordert zu werden.

